Der Stadtplan von Entenhausen

23 02 2009

Endlich mal ein vernünftiger Artikel in der Zeitung mit den 4 Buchstaben.

Wer nur den Stadtplan von Entenhausen ansehen möchte, klickt hier.

Ich wollte schon immer wissen, wo der Geldspeicher steht…..

Jürgen



Eigene Karten in Virtual Earth

15 04 2008

Mittels der API von Virtual Earth ist es nicht nur möglich die “hauseigenen” Kartengrundlagen und Orthofotos in eine beliebige Website einzubinden, sondern bietet darüber hinaus das anzeigen von externem Kartenmaterial an, sogenannte Overlays. Diese lassen sich sogar im 3D-Modus betrachten. Für die Erstellung von Overlays bietet Microsoft die Software Mapcruncher an. Mit dessen Hilfe werden Grafikdateien wie JPG, PNG, TIFF oder PDF über visuelle Passmarken georeferenziert, anschließend in PNG-Kacheln gesplittet und mittels einer Beispielseite im Browser angezeigt.

Arbeiten im Mapcruncher

Die hierzu notwendigen Javascript- und Stylesheet-Dateien werden automatisch generiert und können anschließend auf die eigenen Bedürfnisse angepasst und erweitert werden. Bevor man die Daten allerdings auf seinen Webserver schiebt, sollte noch eine Photoshoproutine über die generierten PNG-Kacheln “gejagt” werden. Denn standardmäßig werden diese mit einer sehr hohen Qualität ausgespielt, was natürlich große Datenmengen und somit ein langsameres Laden zur Folge hat. Es bietet sich an, die Kacheln in Photoshop für das Web zu exportieren und dabei die Farbanzahl z.B. auf 128 zu reduzieren. Achtung: Es sollten wiederum PNGs mit Transparenz exportiert werden, damit keine zusätzlichen weißen Ränder an der Karte entstehen.

Photoshoproutine für den Export

Insgesamt ist der Mapcruncher ein sehr intuitives Tool, welches somit recht einfach zu bedienen ist. Allerdings weißt Microsoft darauf hin, dass für keine 100% Genauigkeit gewährleistet ist. Meiner Meinung nach reicht diese aber für 90% der Fälle aus.

Um sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen, welche Möglichkeiten sich hier bieten, sei auf unser Demosystem Landshut verwiesen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Um später sich das visuelle Einpassen im Mapcruncher zu erleichtern, empfiehlt es sich bei georefernzierten Karten, diese erst mittels eines GIS-Programmes in die einfache Mercatorprojektion umrechnen zu lassen und erst dann in den Mapcruncher zu laden.

Tobias



Was steckt unter der Haube? - Datenhaltung bei vianovis maps

4 03 2008

Bisher wurde die Datenhaltung bei der Erstellung der vianovis map Karten nur angeschnitten. Dies soll sich nun ändern.

Allgemein lässt sich die Datenhaltung auf dem Server in drei Teilbereiche gliedern - Mapfilestruktur, TileIndex und PostGIS.

In der PostGIS-Datenbank werden die Vektordaten - vornehmlich die importierten Streetprodaten - in einezlen Tabellen vorgehalten, die über die Mapfilestruktur angesteuert werden.

Im TileIndex werden die Rasterdaten - wie z.B. die Schummerung - über das Filesystem des Servers verwaltet und ebenfalls über Mapfiles aufgerufen. Jedoch greifen diese nicht direkt auf die georeferenzierten Rasterdaten zu, sondern erledigen dies über Shapedateien - auch TileIndexe genannt. Diese beinhalten zum einen die geographische Ausdehnung des Rasterbildes - also die vier Eckpunkte - als Geometrie und zusätzlich den Dateipfad im Filesystem als Attribut. Von der Verhaltensweise her sind TileIndexe mit Rasterkatalogen vergleichbar. Für die Erstellung wird der Befehl gdaltindex ausgeführt. Um die Zugriffsgeschwindigkeit zu erhöhen, werden die Shapefiles indiziert (schumindex). Nähere Informationen zu TileIndexen im UMN Mapserver finden sie hier.

Zu guter Letzt der Bereich der Mapfiles, in dem die Darstellungsinformationen definiert sind. Es wäre möglich, alle Definitionen in einem Mapfile nieder zuschreiben - allerdings bietet es sich an, eine thematische Verteilung auf mehrere Files vorzunehmen, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Zu oberst steht ein Hauptmapfile, welches die Grunddefinitionen wie geografische Projektion und Einheiten, Fonts und Ausgabeformate. Zudem werden über den Befehl Include die untergeordneten Mapfiles dazugeladen. Diese sind der besseren Übersicht geschuldet in Unterordner nach Thema und Maßstabsbereich abgelegt und definieren jeweils die grafische Darstellung eines bestimmten Layers als auch dessen maximalen und minimalen Anzeigemaßstab.

Da bekanntlich ein Bild mehr als tausend Worte sagt, ist im folgenden Schaubild die Datenhaltung nochmals graphisch festgehalten.

Zugriffsschema

Tobias



Aus Daten Karten machen - der UMN Mapserver!

19 02 2008

Nachdem die Tele Atlas - Daten erfolgreich in eine Datenbank importiert wurden, stellt sich die Frage, wie aus den vorliegenden Vektordaten Rasterdaten - sprich Karten - generiert werden können. An dieser Stelle kommt der UMN Mapserver ins Spiel.

Bereits seit Anfang 2006 ist bei vianovis der UMN Mapserver für die interne Kartenerzeugung im Einsatz. Allerdings wurde er bisher nur dafür verwendet, georeferenzierte Rasterbilder zu kombinieren, da vor allem beim Labeling (Beschriftung) von Vektordaten - insbesondere bei gekrümmten Straßen (curved labels) - kein zufriedenstellendes Ergebnis zurückgeliefert wurde. Dies hat sich mit der aktuellen 5er Version des UMN Mapservers nun geändert. Nachdem wir zuvor mehrere andere Mapserverlösungen getestet hatten, kamen wir zu dem Entschluss wieder auf den UMN zu setzen.

Zur grundlegenden Funktionsweise eines Mapservers möchte ich mich sehr kurz fassen. Für weitere Informationen sei auf die offizielle Seite des UMN Mapservers verwiesen. Unser Mapserver läuft unter Apache2 auf einem Linux/Debian Server. Hier haben wir uns eine eigene mapserv mit Modulen für das Grafikrendering (AGG, GD), für die Georeferenzierung (PROJ) sowie weitere notwendige allgemeine Funktionsmodule (GDAL) oder Module für die Datenbankanbindung kompiliert.

Das Kernstück des UMN bildet das sogenannte Mapfile , eine Textdatei die zum einen Informationen über die Darstellung in der Karte und Verweise auf die verwendeten Daten (Shapefiles, DB-Zugriff, Geotiff, usw.) beinhaltet, zum anderen aber auch Referenzen auf andere Mapfiles aufweisen kann.

Das Mapfile wird über ein CGI-Script angesprochen, welches ebenfalls von der UMN Mapserver Seite bezogen werden kann. Der Aufruf sieht in etwa wie folgt aus:

http://213.239.217.71/cgi-bin/mapserv?MODE=map&MAP=/var/www/streetpro/bavariaWGS84.map&IMGSIZE=800 800&MINX=11.25&MINY=48&MAXX=11.75&MAXY=48.50&LAYERS=sign city adminlevel0 adminlevel1 adminlevel2 adminlevel3 adminlevel4 street1 street2 street3 street4 street5 street6 street7 street8 street9 railroad ferry nature water landuse urban landcover interchange schum

Mithilfe dieses Aufrufs erscheint nach ein paar Sekunden ein Kartenausschnitt von München und dessen Umland.

München Umland erzeugt vom WMS

Auffällig ist, dass die Orte, die am Rand der Kachel liegen nicht beschriftet werden. Das hat den Grund, dass wir für unseren Flash-Karten-Client als Karten ein vorberechnete, pyramidales Kachelsystem einsetzten, ähnlich wie es Google bei Google Maps oder Google Earth verwendet und wie es heute aus Performance-Gründen allgemein üblich ist. Eine Auslieferung der Karten direkt über eine Live-Anbindung an einen WMS-Server wäre zu langsam.

Ein separater Artikel erläutert die genauere Vorgehensweise diesbezüglich. Die von uns erstellten Karten werden z.B. von der Süddeutschen Zeitung online im Immobilienportal eingesetzt. http://maps.sueddeutsche.de

Tobias



Was verbirgt sich hinter Streetpro?

19 02 2008

Die Recherche nach alternativen Kartenmaterial konzentrierte sich zunächst auf den Open Source Bereich. Bezüglich frei zugänglicher Geländemodelle (GTOPO30, SRTMv3), die bei uns für die Generierung der Schummerung eingesetzt werden, war die Suche auch erfolgreich. Im Bereich der Kartengrafik konnten die von uns geforderten Kriterien (hohe Aktualität, Genauigkeit und Datendichte) nicht erfüllt werden, weshalb wir uns im professionellen Geodatenumfeld weiter umgesehen haben und somit auf die StreetPro-Daten von MapInfo gestoßen sind, welcher auf Teleatlas-Daten aufbauen.

Dieser Datensatz wird auch für namhafte Navigationssysteme und andere Internetkartendienstanbieter wie z.B. Google Maps bereits eingesetzt. Der Maßstabsbereich der Streetprodaten liegt bei 1:10.000 aufwärts. Die Datensätze werden zweimal - auf Wunsch auch viermal im Jahr geupdatet, was im Vergleich zu anderen Kartenwerken eine erhöhte Aktualität bedeutet. Vor allem im Bereich des Straßennetzes ist die Datenstruktur über sogenannte MICODES sehr detailliert aufgeschlüsselt, was eine sehr detaillierte und maßstabsabhängige Kartengrafik zulässt. Geliefert werden die Daten im MapInfo-Format TAB, welches sich in den gängigen GIS Applikationen verarbeiten und zudem in Geodatenbanken wie PostgreSQL mit PostGIS importieren lässt.

In unserem speziellen Fall werden die Daten in einer PostgreSQL/PostGIS Datenbank vorgehalten und werden halbjährig mittels TAB-Import aktualisiert. Es werden die Geometrie und Attribute in dieser Datenbank abgelegt, jedoch keine Grafikinformation. Erst über das Mapfile im Mapserver werden die Datensätze anhand der MICODES gestylt und die Beschriftung festgelegt.

DatenbanktabelleMapfile mit GrafikinformationenFertige Karte

Der Streetprodatensatz wird optional zusätzlich mit Adressdaten ausgeliefert, welche Routing oder Adresssuche erlauben.

Tobias



Willkommen bei vianovis maps!

16 02 2008

Da sich das Thema vianovis® maps als sehr umfangreich und vielschichtig erweist, hat sich das Team von vianovis dazu entschlossen, hierfür eine eigene Kategorie in diesem Blog einzurichten. Im Laufe der nächsten Zeit - und soweit dies die Arbeit zulässt - werden wir hier detailliert über die Kartenerstellung in unserem Hause berichten.

Zudem sollen hier Infos über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich der Karten und Luftbilder / Orthofotos erscheinen.

Tobias



sueddeutsche.de mit erweitertem Kartenmaterial

31 01 2008

Es ist vollbracht!
Wir haben in einer größeren Aktion den “Wunsch” unseres Auftraggebers, sueddeutsche.de, in die Tat umgesetzt und das komplette Kartenmaterial mit vianovis maps auf Bayern erweitert. Ebenfalls wurden die Luftbilder in eine Hybridansicht mit Strassenbeschriftungen umgewandelt.

Kartenansicht sueddeutsche.de

Uns gefällt`s.
Jürgen



vianovis mit eigenem Kartenmaterial

17 01 2008

Lange hat`s intern gedauert, viele Wege wurden bestritten, manche Sackgasse angefahren, doch jetzt ist es endlich soweit. Nachdem über Weihnachten die Server keine Ferien hatten und fleissig gerecht haben, sind wir jetzt soweit. Aus dem über die Firma mapinfo lizenzierten Datenmaterial von Teleatlas stellen wir unser eigenes Kartenmaterial her. Vorerst für verschiedene Kunden für den Raum Bayern, was dann noch kommt, sagen wir zum gegebenen Zeitpunkt hier im Blog. ;-)

Einen ersten Eindruck kann man sich HIER verschaffen.

Technische Beschreibungen folgen von den Spzialisten. Wenn das ein Mensch aus dem Marketing macht, kann das nur in die Hose gehen.

Jürgen